Eilmeldung

Eilmeldung

Schwerer Selbstmordanschlag in Afghanistan

Sie lesen gerade:

Schwerer Selbstmordanschlag in Afghanistan

Schriftgrösse Aa Aa

Bei einem Selbstmordanschlag im Norden von Afghanistan sind mehr als 30 Menschen getötet und über 100 verletzt worden. Unter den Toten befinden sich 5 Parlamentsabgeordnete. Die Abgeodneten wollten an der Eröffnung einer Zuckerfabrik in Baghlan teilnehmen, die mit deutscher Hilfe wiederaufgebaut wurde.

Der Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft, als Schüler die Abgeordnetengruppe begrüßten. Prominentestes Opfer ist der Oppositionspolitiker und frühere Handelsminister Mustafa Kazimi.

Es ist der bislang schwerste Selbstmordanschlag im nordafghanischen Kommandobereich der Bundeswehr. Die Parlamentarier, die die Fabrik besuchten, sind Mitglieder des von Kazimi geleiteten Handelsausschusses. Die Abgeordneten wollten sich ein Bild vom wirtschaftlichen Fortschritt in der Provinz machen.

Baghlan gehört zum Regionalkommando Nord der Internationalen Schutztruppe ISAF. Deutschland führt das Regionalkommando. In Baghlan betreibt Ungarn ein militärisch-ziviles Wiederaufbauteam der ISAF.