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Erneut Demonstrationen gegen Ausnahmezustand in Pakistan

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Erneut Demonstrationen gegen Ausnahmezustand in Pakistan

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In Pakistan haben Regierungsgegner erneut gegen die Verhängung des Ausnahmezustands vor fünf Tagen demonstriert. In Peshawar im Nordwesten des Landes kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In der ostpakistanischen Universitätsstadt Lahore demonstrierten Studenten gegen Militärmachthaber Muscharraf.

Und in der Hauptstadt Islamabad veranstalteten Juristen erneut einen Protestmarsch. Muscharraf hatte am Samstag auch den regierungskritischen obersten Richter entlassen. Bei einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrats verwahrte sich Muscharraf gegen Kritk aus dem Ausland: Die Regierung werde weiterhin die Proteste der Opposition zerschlagen, sagte er. Zugleich kündigte er Wahlen bis Mitte Februar an. Ursprünglich waren sie für Januar geplant. Und er bekräftigte seine Bereitschaft, als Armeechef zurückzutreten, bevor er seine neue Amtszeit als Staatspräsident beginnt.

Oppositionsführerin Benazir Bhutto forderte den Militärmachthaber auf, seine Uniform schon am 15. November abzulegen, wenn seine laufende Amtszeit endet. Zudem forderte sie von Muscharraf einen genauen Wahltermin.