Eilmeldung

Eilmeldung

Gedenkstätte für Opfer der Militärdiktatur in Buenos Aires

Sie lesen gerade:

Gedenkstätte für Opfer der Militärdiktatur in Buenos Aires

Schriftgrösse Aa Aa

Argentiniens scheidender Präsident Nestor Kirchner hat in Buenos Aires eine Gedenkstätte für die Opfer der Militärdiktatur eingeweiht. An der Zeremonie nahm auch seine Frau Christina Kirchner teil, die im Dezember das Amt des Staatschefs antritt. Eine Granitmauer am Ufer des Flusses Rio de La Plata mit 9.000 Namen soll an die etwa 13.000 Menschen erinnern, die in den Jahren von 1976 bis 1983 getötet wurden. Menschenrechtsgruppen zufolge ist die Zahl der Opfer jedoch mehr als doppelt so hoch.

Zeugen zufolge wurden die Opfer mit Drogen betäubt und danach aus Flugzeugen gewaltsam in die Fluten gestürzt. Menschenrechtsorganisationen zeigten sich zufrieden damit, dass Nestor Kirchner während seiner Amtszeit Gesetze abschaffen ließ, die die Täter schützten und dass einige von ihnen angeklagt wurden.