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Die Krise in Pakistan verschärft sich

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Die Krise in Pakistan verschärft sich

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Um das Haus der ehemaligen Ministerpräsidentin Benazir Bhutto sind Polizeikräfte aufgezogen. Eigentlich wollte sie heute eine Großkundgebung in Rawalpindi anführen, obwohl Präsident Musharraf den Ausnahmezustand verhängt hat. Die Proteste gegen Musharraf sind vor allem von Anwälten getragen. 7.000 von ihnen sollen festgenommen worden sein. Einige sind, nach Angaben der Anwaltvereinigung, gefoltert worden.

Musharraf hatte den Ausnahmezustand verhängt und den Obersten Richter entlassen, der über die Verfassungsmäßigkeit von Musharrafs Präsidentschaftskandidatur entscheiden sollte. Benazir Bhutto hatte daraufhin den Rücktritt des Armeeschefs binnen einer Woche verlangt. Musharraf hat inzwischen Parlamentswahlen für Februar angekündigt. Außerdem hat er sich bereiterklärt, als Armeechef noch vor dem 15. Januar zurückzutreten.

Für kommenden Dienstag plant die Opposition unter Führung von Benazir Bhutto einen Protestmarsch von der ostpakistanischen Metropole Lahore nach Islamabad.