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Im Tschad sitzen noch sechs Franzosen in Haft

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Im Tschad sitzen noch sechs Franzosen in Haft

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Sie sind Mitglieder der Organisation Arche de Zoé. Ihnen wird vorgeworfen, mehr als 100 angebliche Waisenkinder nach Frankreich ausfliegen zu wollen. Sie sind wegen Kindesentführung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft des zentralafrikanischen Landes muss entscheiden, wie die Anklage genau lauten soll. Anwalt Gilbert Collard hofft:

“ Die Anklagen können noch verändert werden. Im Augenblick läuft es gut.”
Im Tschad ist die Empörung groß. Staatspräsident Idriss Deby bestätigt, dass die Franzosen im Tschad verurteilt werden müssten. Amtskollege Sarkozy hatte zuvor erklärt, ihm wäre es lieber, wenn die Franzosen vor ein heimisches Gericht gestellt würden. Im Tschad drohen ihnen 20 Jahre Gefängniss und schwere Strafarbeit.

Angehörige der im Tschad Einsitzenden sind im Elysee, vom französischen Präsidenten empfangen worden. Sarkozy hat erklärt, er wolle alle nach Hause holen, egal was sie getan haben.
Die Entscheidung darüber liege aber natürlich bei der Justiz im Tschad.