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Nordseeküste steht vor schwerer Sturmflut

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Nordseeküste steht vor schwerer Sturmflut

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An der Nordseeküste droht die grösste Sturmflut seit Jahrzehnten. Grossbritannien und die Niederlande gaben Hochwasserwarnungen aus und versetzten den Küstenschutz in Alarmbereitschaft. Meteorologen warnen vor Orkanböen von mehr als 100 Stundenkilometern.

Im Osten Englands wurden 7500 Familien aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Fast 1000 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Das Themse-Flutwehr nahe der britischen Hauptstadt London wurde geschlossen. Erwartet wird ein Anstieg der Nordsee von knapp drei Metern über dem Normalstand. Auch an der deutschen Nordseeküste und in den Niederlanden rechnen Meteorologen mit schweren Überschwemmungen.

Der Hafen von Rotterdam, der grösste der Welt, ist gesperrt. Zum ersten Mal seit der Fertigstellung 1997 schlossen die Niederlande das Sturmflutwehr vor dem Hafen. Nach Ansicht des niederländischen Verkehrsministeriums sind die Sturmbedingungen ähnlich wie 1953. Damals kamen allein in den Niederlanden fast 2000 Menschen ums Leben.

Inzwischen legte der schwere Herbststurm über der Nordsee auch Teile der norwegischen Öl- und Gasförderung lahm. Die Produktion wurde vorübergehend eingestellt, um die Plattformen auf See bei Gefahr sofort evakuieren zu können.