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Sturmflutgefahr in der Nordsee

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Sturmflutgefahr in der Nordsee

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An den Küsten der Nordsee rüsten sich die Menschen für eine schwere Sturmflut. Vor allem die Niederlande und Ostengland wird es treffen; Orkanböen bis zu Stärke zwölf werden aber auch an der ost- und nordfriesischen Küste in Deutschland erwartet. Am Rand der britischen Hauptstadt London ist inzwischen das große Flutschutzwehr geschlossen worden. Erinnerungen werden in England wach an die Sturmflut von 1953; damals starben mehr als dreihundert Menschen. Nach Angaben von Meteorologen ist die Ausgangslage diesmal ähnlich wie bei der verheerenden Flut vor 54 Jahren. Die Polizei verweist aber auf bessere Ausrüstung und bessere Verständigung; man sei heute viel besser vorbereitet als bei den Ereignissen von damals.

In den Niederlanden kamen damals sogar zweitausend Menschen um, ein Sechstel des Landes war überflutet. Seitdem wurden aber viele Deiche und Sturmflutwehre gebaut. Dazu gehört das große Oosterscheldewehr, das am späten Abend geschlossen wurde.

Der Hafen von Rotterdam, der größte Europas, ist gesperrt. An der Einfahrt nach Rotterdam wurde gegen Mitternacht die Maesland-Barriere geschlossen; es ist das erste Mal, dass das zehn Jahre alte Riesenbauwerk eingesetzt wird.