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Ölpest im Schwarzen Meer - Tanker gekentert

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Ölpest im Schwarzen Meer - Tanker gekentert

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Im Schwarzen Meer droht eine Ölpest. Bei schwerer See ist vor der Halbinsel Krim am Sonntag ein Tanker von meterhohen Wellen entzwei gerissen worden und gekentert. Mehr als 1000 Tonnen Heizöl liefen in der Straße von Kertsch aus. Nach Angaben der russischen Behörden ist ein “ernstes Umweltproblem” entstanden, dessen Beseitigung mehrere Monate dauern werde.

Die Straße von Kertsch ist eine Meerenge, die das Asowsche Meer vom Schwarzen Meer trennt.

Der Sturm nahm zum Sonntagabend noch an Stärke zu. Windböen von bis zu 125 Kilometern pro Stunde verhinderten die Bergung der Besatzung des Tankers. Nach Behördenangaben besteht aber keine Lebensgefahr.

Die russische Staatsanwaltschaft teilte mit, daß der aus Sowjetzeiten stammende Taker nach ersten Erkenntnissen nicht sturmsicher war und deshalb bei dem sich abzeichnenden Unwetter im Hafen hätte bleiben müssen.

In der Gegend sind mehrere Schiffe in Seenot. Vor dem Hafen von Sewastopol sank ein Frachter, der Metall geladen hatte. Zwei Besatzungsmitglieder wurden getötet, ein drittes wird vermißt.

Im Hafen von Kawkas sanken zwei Frachtschiffe. Sie hatten mehr als 2000 Tonnen Schwefel geladen. Auch aus den Tanks der beiden havarierten Schwefel-Frachter droht Öl auszulaufen. Die Besatzung eines zweiten Tankers entdeckte einen Riß im Rumpf des Schiffes, jedoch ist noch kein Leck aufgetreten.