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Reiseverbot für Fußballfans in Italien

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Reiseverbot für Fußballfans in Italien

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Das italienische Innenministerium hat als Reaktion auf die Krawalle vom vergangenen Wochenende ein vorläufiges Mitreiseverbot für Fußballfans zu den Auswärtsspielen ihrer Clubs verhängt. Außerdem sperrte die Aufsichtskommission für Sportveranstaltungen einem Zeitungsbericht zufolge die Fan-Kurven in Bergamo und Taranto. Der Polizist, der gestern auf einem Autobahnrastplatz einen 26-Jährigen Lazio-Anhänger erschossen hatte, meldete sich inzwischen zu Wort. Er habe zunächst einen Warnschuss in die Luft abgegeben, der zweite Schuss habe sich beim Laufen gelöst. Ein Zeuge widersprach dieser Darstellung; der Polizist habe mit ausgestreckten Armen und der Waffe in beiden Händen geschossen. Nach einem Krisengipfel wegen der Vorfälle vom Wochenende forderte Sportministerin Giovanna Melandri vom italienischen Fußballverband eine – so wörtlich – “richtungsweisende Entscheidung”. Der Verband will heute abend zu Beratungen zusammenkommen. Bei schweren Krawallen in Rom gab es nach Angaben der Polizei 40 Verletzte. Vier Personen seien festgenommen worden. Randalierer hatten in mehreren Städten des Landes Polizeidienststellen angegriffen, Autos angezündet und Büroeinrichtungen zerstört. Die meisten Politiker fordern nun ein hartes Vorgehen gegen Randalierer und einen Spielstopp. Die Liga-Spiele in Mailand und Rom wurden abgesagt, das Spiel Bergamo gegen den AC Mailand wurde nach sieben Minutebn abgebrochen.