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Dänemark wählt neues Parlament

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Dänemark wählt neues Parlament

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Dänemark wählt heute ein neues Parlament. Regierungschef Anders Fogh Rasmussen hat die Wahl vorzeitig angesetzt. Seit 2001 ist Rasmussen im Amt, vor zwei Jahren wurde er schon einmal wiedergewählt. Seine liberale Venstre-Partei bildet zusammen mit den Konservativen eine Minderheitsregierung. Zur nötigen Mehrheit im Parlament kommt dieses Bündnis durch die Unterstützung der rechtspopulistischen Volkspartei.

Die letzte Umfrage vom Vorabend der Wahl, eine Gallup-Erhebung für die Zeitung Berlingske Tidende, sieht weiterhin eine Mehrheit für diesen bürgerlichen Block im Parlament, dem Folketing. Neunzig Sitze wären dafür nötig, 93 haben die Meinungsforscher jetzt ermittelt.

Andere Umfragen gingen kurz vorher noch von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Linksbündnis unter Führung der Sozialdemokraten aus. Deren Chefin Helle Thorning-Schmidt möchte die erste Frau an der Spitze der dänischen Regierung werden.

Eine neue Kraft in diesem Wahlkampf ist die Neue Allianz von Naser Khader, einem Moslem und gebürtigen Syrer. Sie hat sich jetzt darauf festgelegt, Rasmussens Regierung zu unterstützen, wird nun aber vielleicht gar nicht gebraucht. Außerdem sind ihre Umfrageergebnisse zuletzt dramatisch gesunken, bis in die Nähe der Zwei-Prozent-Hürde.

Vier Millionen Dänen müssen nun entscheiden, wie sie weiterregiert werden wollen. Große Unterschiede gibt es zwischen beiden Lagern aber nicht; trotzdem wird die Wahlbeteiligung wohl wie immer sehr hoch liegen.