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Deutscher Vizekanzler Müntefering zurückgetreten

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Deutscher Vizekanzler Müntefering zurückgetreten

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Der deutsche Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering legt in der kommmenden Woche seine Regierungsämter nieder. Müntefering begründete seine Entscheidung mit der schweren Krebserkrankung seiner Frau, es gebe keinen politischen Hintergrund. Er bleibe als Abgeordneter im Bundestag. Müntefering war der führende SPD-Vertreter im Kabinett, auch wenn er kein Parteiamt mehr ausübte. Es ist der erste Rücktritt eines Ministers der schwarz-roten Koalition seit November 2005. Die Unions-Parteien sehen die Koalition durch den Rücktritt Münteferings nicht gefährdet. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla wies auf die wichtige Rolle hin, die Müntefering auch für den Erfolg der Koalitionsarbeit gespielt habe.

Die Sozialdemokraten müssten ihn rasch ersetzen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zollte Müntefering Respekt und Anerkennung. Das Amt des Vizekanzlers soll nun Außenminister Frank-Walter Steinmeier zusätzlich übernehmen. Mit dem Spitzentreffen der Koalition vom Montagabend, bei dem es um mehrere Streitfragen ging, soll der Rücktritt nicht zu tun haben. Nachfolger Münteferings als Arbeitsminister wird der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Olaf Scholz.