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Ölpest an russischer Schwarzmeerküste schlimmer als erwartet

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Ölpest an russischer Schwarzmeerküste schlimmer als erwartet

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Die Havarien mehrerer Öltanker und Schwefeltransporter haben an der russischen Schwarzmeerküste größere Schäden angerichtet als bisher angenommen. Vor Ort sind rund 800 Helfer im Einsatz, um die Folgen der nach Einschätzung einer Umweltschutzorganisation “schwersten Umweltkatastrophe mit Heizöl der vergangenen Jahre in Russland” einzdämmen. Die Regierung in Moskau will die Sicherheitsbestimmungen in der Seefahrt überarbeiten. Russlands Ministerpräsident Viktor Subkow sagte, es werde noch eine Woche dauern, bis die Schäden zu übersehen seien und bis man herausfinde, wer dafür verantwortlich sei. Am Sonntag brachen im Asowschen Meer bei schwerer See mehrere Schiffe auseinander, tausende Tonnen Schwefel und Öl traten aus.

Bislang wurden die Leichen von drei Seeleuten gefunden, fünf Männer werden noch vermisst. Nach Angaben der Behörden sind Futtergründe für Delfine bedroht sowie zehntausende Vögel und Fische bereits verendet. Die Beseitigung der Folgen der Ölpest werde mindestens zehn Jahre dauern. Die Havarien der Frachtschiffe seien vor allem auf deren schlechten Zustand und Fehler der Besatzungen und ungenaue Unwetterwarnungen zurückzuführen, hieß es.