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Bahnstreik in Frankreicch verursacht Verkehrschaos


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Bahnstreik in Frankreicch verursacht Verkehrschaos

Sechs Monate nach dem Amtsantritt von Präsident Nicolas Sarkozy hat ein landesweiter Streik der französischen Eisenbahner erneut zu einem Verkehrschaos geführt. Andere Staatsbetriebe wie die Gas- und Stromwerke und die Pariser Oper schlossen sich dem Streik an.

In mehreren Städten demonstrierten Gewerkschafter gegen die geplante Abschaffung der Frührente ohne Abschläge für Beschäftigte in öffentlichen Betrieben. Nur die Beibehaltung des gegenwärtigen Systems komme in Frage, sagte ein Gewerkschafter. Ein andere Lösung gebe es nicht. Eine Reform, mit der das Rentenniveau insgesamt gesenkt würde, sei undenkbar.

Er sei gegen Verhandlungen, fügte ein anderer hinzu. Alles solle so bleiben wie es ist. Die Eisenbahner traten in einen unbefristeten Ausstand. Viele Pendler gingen gar nicht erst zum Bahnhof; manche versuchten ihr Glück: Sein Zug sei pünktlich um sechs Uhr gefahren, sagte ein Mann in Paris, und außerdem sei der Zug fast leer gewesen, also sei für ihn erst mal alles in Ordnung.

Wärend die wenigen Züge fast leer waren, herrschte auf den Straßen ein Verkehrschaos. Die Direktion der Pariser Verkehrsbetriebe legte unterdessen ein neues Angebot vor. Priorität sei, dass der Verkehr morgen wieder rolle, sagte ihr Vorsitzender. Die Autofahrer würden sich freuen: Paris sei wie im Tollhaus, an jedem Streiktag, sagte ein Autofahrer. Radfahren hieß die Devise für viele Pariser. Aber an den Mietvelo-Stationen war oft schon kein Fahrad mehr zu haben. Auch einige ungewöhnliche Vehikel waren auf den Straßen unterwegs.

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