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Deutsche Lokführer bestreiken Güterverkehr

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Deutsche Lokführer bestreiken Güterverkehr

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Die deutsche Lokführergewerkschaft GDL hat den massivsten Streik in der Geschichte der deutschen Bahn begonnen – mit einem mehrtägigen Ausstand im Güterverkehr. In der kommenden Nacht um 2 Uhr will die GDL außerdem die Arbeit im Personenverkehr niederlegen. Der Arbeitskampf soll Samstag früh um 2 Uhr enden.

Der wirtschaftliche Schaden dürfte beträchtlich sein, sagte ein Unternehmer: Einen großen Teil des Materials, das sein Betrieb in den kommenden vier Tagen brauche, habe er schon erhalten, aber dann werde das Material nicht mehr ausreichen, um die Produktion aufrecht zu erhalten. Der wirtschaftliche Schaden sei noch nicht zu ermessen.

Nach Schätzungen der Speditionsbranche könnte in einigen Tagen 500 Millionen Euro pro Tag erreichen. Im Personen-Fernverkehr ist es der erste Ausstand seit Beginn der Auseinandersetzung. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr war bereits mehrfach bestreikt worden.

Die Lokführergewerkschaft verlangt einen eigenständigen Tarifvertrag und bis zu 31 Prozent mehr Lohn. Die beiden größeren Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA kritisierten die GDL und forderten erneut ein gemeinsames Vorgehen.