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Rasmussen steht nach Wahlsieg vor großen Kompromissen

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Rasmussen steht nach Wahlsieg vor großen Kompromissen

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Anders Fogh Rasmussen steht vor seiner dritten Amtszeit. Doch der Weg könnte für den dänischen Wahlsieger steinig werden. Seine rechtsliberale “Venstre”-Partei verlor sechs Sitze und stellt nur noch 46 Abgeordnete. Zusammen mit den Konservativen kommt die von der rechtspopulistischen DVP geduldete Minderheitsregierung nur noch auf 89 der 179 Mandate. Zur Fortsetzung seiner sechsjährigen Regierungsarbeit ist Rasmussen auf die Unterstützen eines einzelnen Abgeordneten von den Färöer Inseln angewiesen.

Damit haben die Dänen den Folekting ein Stück weit zur Mitte gerückt. Wohl auch deshalb war für Rasmussen das erste Thema die Asylpolitik. Weil sie abgelehnte Bewerber in Lager sperrt, war die Regierung im Wahlkampf stark unter Druck geraten. Allerdings sind es die Rechtspopulisten um Pia Kjaersgaard, die mit einer harten Haltung in der Ausländerpolitik dafür sorgten, dass Rasmussen sich nicht nach neuen Partnern umsehen muss – wie etwa dem syrisch-stämmigen Naser Kahder. Zu Gesprächen hat er dessen “Neue Allianz” trotzdem eingeladen.

Helle Thorning-Schmidt bleibt Oppositionschefin – und optimistisch: Sie wolle Rasmussen bei der nächsten Wahl endgültig schlagen. Ihre Sozialdemokraten haben mit 45 einen Abgeordneten weniger als Rasmussens Liberale. Zwei Mandate mussten sie abgeben – wohl auch an die Sozialisten, die sich auf 23 Sitze verdoppeln konnten.