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Streiks in Frankreich gegen Rentenpläne

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Streiks in Frankreich gegen Rentenpläne

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Unbefristeter Streik in Frankreich: Am Abend haben schon die Eisenbahner die Arbeit niedergelegt, ab heute trifft es auch den Nahverkehr in der Hauptstadt Paris. Außerdem treten Beschäftigte der staatlichen Strom- und Gasfirmen EDF und GDF in den Streik. Es geht um die großzügigen Rentenregelungen, die viele in diesen Staatsbetrieben noch haben. Präsident Nicolas Sarkozy will sie abschaffen; die Gewerkschaften sind nun in Kampflaune, zeigen sich aber auch zum Einlenken bereit.

Bernard Thibault, Chef der mächtigen Gewerkschaft CGT, sagt, die Firmen dürften nicht ohne die Mitarbeiter über deren Renten verhandeln. Man schlage daher vor, eine Regelung nach der anderen abzuhandeln, immer zwischen Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften.

Für Verhandlungen ist auch Alain Olive, Chef der Gewerkschaft UNSA; natürlich sei ein Kompromiss möglich, sagt er. Das Thema sei äußerst schwierig – um so mehr ein Grund zu verhandeln.

Sarkozy hat am Abend noch mit den Chefs der betroffenen Firmen gesprochen. Sein Arbeitsminister will sich nun heute erneut mit den Gewerkschaften treffen.