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Bahnstreik macht sich in der Wirtschaft bemerkbar

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Bahnstreik macht sich in der Wirtschaft bemerkbar

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Im Hamburger Hafen hat der Streik der Lokführer massive Behinderungen verursacht. Etwa die Hälfte aller Züge sei ausgefallen und der Abtransport von Gütern aus dem Hafen erheblich beeinträchtigt. Im Hafen verkehren täglich rund 200 Güterzüge. Etwa ein Viertel davon gehört privaten Konkurrenten der Bahn-Frachttochter Railion. Sie sind nicht von dem Streik betroffen. Ihr Angebot reiche aber nicht aus, sagte die Sprecherin der Hafenbehörde, Christiane Kuhrt. Man rechne damit, dass die Lage sich noch verschlechtern werde. Der Streik zeigt bereits Auswirkungen auf die Wirtschaft. Sechs Prozent der von der Bahn beförderten Güter sind für die Automobilindustrie. In Brüssel schloss heute das Audi-Werk für zwei Tage, weil Zulieferungen für die Produktion auf der Strecke blieben. 32 Prozent sind für die Montanindustrie: Kohle, Stahl und Erze. 28 Prozent entfallen auf den Containerverkehr mit verschiedenen Waren. 14 Prozent machen Mineralöle und Chemieprodukte aus, 12 Prozent sind Güter der Agrar- und Forstwirtschaft. Die Folgen des Streiks sind längst noch nicht absehbar.