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GDL legt Bahnverkehr in Deutschland lahm

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GDL legt Bahnverkehr in Deutschland lahm

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Mit dem bislang heftigsten Streik in der Geschichte der Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer den Personenverkehr in Deutschland massiv behindert. Im Osten fielen bis zu 85 Prozent der Regionalbahnen aus. Die GDL drohte mit einem unbefristeten Streik bereits Anfang nächster Woche, sollte es kein verbessertes Angebot der Bahn geben. Der Streik im Fern- und Nahverkehr soll zunächst 48 Stunden bis zum Samstag um 2.00 Uhr dauern. Auch im Güterverkehr soll der Streik am Samstagmorgen enden. Die Bahn lehnt die Forderungen der GDL weiterhin ab. Bahn-Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch bezeichnete den Streik als “unsinnig”. Er hätte schon längst beendet werden können. Die GDL könne die Bahn nicht zur “bedingslosen Kapitulation” zwingen. Von dem Streik sind seit Donnerstagmorgen erneut Millionen Pendler und erstmals auch Fernreisende betroffen. Sie reagierten unterschiedlich. Zwar profitierten Fluglinien und Autovermieter von den Folgen des Streiks. Allerdings mussten zahlreiche Reisende etwa am Flughafen Frankfurt stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen, weil sie keinen Anschluss hatten. Die Deutsche Bahn verklagte die GDL vor dem Arbeitsgericht Frankfurt auf Schadenersatz in Höhe von fünf Millionen Euro wegen der Warnstreiks im Juni.