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Lokführerstreik in Deutschland ausgedehnt

Die Gewerkschaft der Lokführer in Deutschland hat ihren Streik ausgedehnt; es ist nun der größte Streik in der deutschen Bahngeschichte. Seit gestern bestreikt die GDL schon den Güterverkehr; diese Nacht ist der Personenverkehr dazugekommen, und zum ersten Mal in diesem Ausstand sind auch Fernzüge wie die ICEs betroffen.

Hans-Joachim Kernchen, GDL-Bezirksleiter für Berlin, Sachsen und Brandenburg, begründet noch einmal den Streik: “Also, im Bereich der westeuropäischen Lokführer ist der deutsche Lokführer in punkto Arbeitszeit, in punkto Entgelt und in punkto sozialer Belange – und hier sehe ich das Renteneintrittsalter – am Ende der Skala.”

Schätzungen gehen von hohen Schäden durch den Streik für die ganze Wirtschaft aus; auch ein Reisender auf dem Berliner Hauptbahnhof zeigt sich besorgt: “Was an volkswirtschaftlichem Schaden eintritt, und das, was auch letztendlich die Reisenden betrifft, die in Unsicherheit sind: Das ist so schlimm, dass ich glaube, dass es allerhöchste Zeit wird, dass man sich zusammensetzt und zu einem endlich vernünftigen Kompromiss findet.”

Aber der ist nicht in Sicht: Die GDL beharrt auf einem eigenen Tarifvertrag und viel mehr Geld, die Bahn will ihr aber nicht mehr entgegenkommen. Bis Freitagnacht soll der Ausstand jetzt dauern; die GDL droht auch schon mit einem unbefristeten Streik.

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