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Trotz Annäherung: Der Streik geht weiter

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Trotz Annäherung: Der Streik geht weiter

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Im französischen Rentenstreit haben sich die Tarifparteien aufeinander zubewegt. Trotzdem droht den Franzosen ein dritter Streiktag.

Premierminister Francois Fillon rief die Tarifparteien dazu auf, mit Verhandlungen in den Unternehmen zu beginnen. Wie von den Gewerkschaften gefordert, will die Regierung daran teilnehmen. Damit sind Gespräche über eine Reform der Rentenprivilegien möglich. Präsident Nicolas Sarkozy beauftragte Arbeitsminister Xavier Bertrand, die Drei-Parteien-Gespräche vorzubereiten. Der Minister gab den Verhandlungspartnern einen Monat Zeit, um eine Lösung zu finden.

Probleme macht den Gewerkschaften jetzt die eigene Basis: Viele Staatsbedienstete wollen ihre großzügigen Sonderrechte auf keinen Fall verlieren. Vielerorts stimmten sie deshalb für eine Fortsetzung des Ausstands. Am zweiten Streikttag hatten mehr als vierzig Prozent der Eisenbahner die Arbeit nieder gelegt. Am Vortag waren es noch über sechzig gewesen. Laut Umfragen hält eine Mehrheit der Franzosen den Streik für nicht gerechtfertigt.