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Regierung macht Druck auf Tarifparteien

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Regierung macht Druck auf Tarifparteien

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Im deutschen Lokführer-Streik wächst der Druck auf die Tarifparteien. Die Regierung in Berlin rief beide Seiten zu Verhandlungen auf. Sie fürchtet den wirtschaftlichen Schaden des Ausstands: Volkswirte beziffern ihn auf bis zu 50 Millionen Euro pro Streiktag. Langfristig würden Produktionsausfälle jedoch nachgearbeitet. Noch produziert die deutsche Wirtschaft. Nur das Audi-Werk in Brüssel musste die Produktion herunterfahren. Auch in den Häfen bleib das Chaos aus, nur in Lübeck fehlten Container.

Nach eigenen Angaben zahlt die Gewerkschaft GDL jedem Streikenden 45 Euro pro Tag. Die Kasse ist voll: Experten schätzen sie auf 15 Millionen Euro. Eine Bahn-Klage wegen des Warnstreiks im Juli könnte die GDL jedoch teuer zu stehen kommen. Für kommende Woche droht die Gewerkschaft mit einem unbefristeten Ausstand, sollte die Bahn ihr Angebot nicht nachbessern. Die Lokführer fordern einen eigenen Tarifvertrag und eine mindestens zweistellige Lohnsteigerung.