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Mehr als 60 Kumpel sterben bei Grubenunglück

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Mehr als 60 Kumpel sterben bei Grubenunglück

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Nach der Gasexplosion in einem ukrainischen Kohlebergwerk ist die Zahl der Toten auf 63 gestiegen. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten über 450 Menschen in dem Bergwerk gearbeitet. Mindestens 350 konnten gerettet werden. 30 Bergleute wurden wegen Methangasvergiftungen im Krankenhaus behandelt. 30 weitere wurden noch immer vermisst.

Die Explosion ereignete sich in der Nacht zum Samstag in der Sasiadko-Grube im ostukrainischen Donezk-Gebiet. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ministerpräsident Viktor Janukowitsch reiste zum Unglücksort in seiner Heimatregion. Er kündigte den Bau neuer Bergwerke an. Präsident Viktor Juschtschenko warf ihm unterdessen vor, zu wenig für die Sicherung der alten Minen getan zu haben.

Die ukrainischen Kohleminen gehören zu den gefährlichsten der Welt, jede dritte ist über 100 Jahre alt. Die technische Modernisierung lässt auf sich warten. Im vergangenen Jahr starben im Land fast 170 Bergarbeiter bei Grubenunglücken.