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Kasparow kritisiert westliche Haltung zu Putin

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Kasparow kritisiert westliche Haltung zu Putin

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Der russische Oppositionspolitiker Garri Kasparow hat den Westen wegen seiner unkritischen Haltung gegenüber Putin kritisiert. Kasparow, der ehemalige Schachweltmeister, nutzte dazu eine Buchvorstellung in Paris; besonders griff er dabei Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy an. Von ihm habe man nach seinen ersten Ankündigungen
mehr erwartet; dagegen trete er jetzt in die Fußstapfen von Politikern wie Gerhard Schröder.

Ob aber Sarkozy oder andere Anführer der freien Welt, sagt Kasparow: Sie alle sollten endlich das Offensichtliche auch zugeben und Putin kritisieren wegen seiner Verletzungen der Demokratie und der Menschenrechte; und das nicht nur so nebenher, sondern öffentlich!

Zur Präsidentenwahl im März tritt Kasparow selber an. Bei der Parlamentswahl in wenigen Tagen ist sein Oppositionsbündnis Anderes Russland aber nicht zugelassen; Kasparow hat daher zum Boykott aufgerufen. Kundgebungen der Opposition werden seit Monaten meist behindert oder aufgelöst; trotzdem plant das Andere Russland an diesem Wochenende wieder Demonstrationen in Moskau und
Sankt Petersburg.