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Sabotage und Verhandlungen bei französischem Eisenbahnerstreik

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Sabotage und Verhandlungen bei französischem Eisenbahnerstreik

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Vor dem Hintergrund von Sabotageakten gegen französische Bahnanlagen haben in Paris Verhandlungen von Vertretern der Tarifparteien sowie der Regierung begonnen.
Derweil versuchten Techniker der Staatsbahn SNCF, die Schäden zu beseitigen. Während der vergangenen Nacht waren die wichtigsten
Hochgeschwindigkeits-Strecken durch Sabotage lahmgelegt worden. Die Saboteure hatten vor allem Elektrokabel und Signalanlagen zerstört oder schwer beschädigt.
Die Täter wollten damit der Streikbewegung der Eisenbahner und ihrer Gewerkscfaft Schaden zufügen, vermutet Didier LeReste von der Gewerkschaft CGT: Vielleicht wollten sie damit die laufenden Verhandlungen zu Fall bringen.
Der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Dominique Bussereau erklärte, die Zerstörungen dürften nicht geduldet werden. Staatspräsident Sarkozy habe dies bei der Kabinettssitzung betont und die zuständigen Behörden aufgefordert, alles zu tun, um die Schuldigen zu ergreifen. Diese müssten mit äußerster Härte bestraft werden.
Unterdessen begannen in Paris Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der Staatsbahn SNCF beziehungsweise der Pariser Metrogesellschaft. Auch Regierungsvertreter nehmen an den Gesprächen teil. Gemeinsam wollen sie Wege suchen, um den schon eine Woche dauernden Bahn-Streik zu beenden. Die Gewerkschaften bei der Pariser Metro wollen morgen über eine mögliche Aussetzung des Streiks abstimmen.
Die Streikbereitschaft hatte jüngst nachgelassen.