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Verfahren gegen Chirac eröffnet

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Verfahren gegen Chirac eröffnet

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Sechs Monate nach seinem Rückzug aus dem Amt ist gegen den ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac ein Verfahren wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder eröffnet worden. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Bürgermeister von Paris und Chef der Partei RPR Parteifunktionäre aus den Rathauskassen finanziert zu haben. Schon im Sommer musste Chirac sich einmal einer solchen Vernehmung stellen. Das war vor ihm noch nie einem früheren Staatsoberhaupt passiert. Chirac konnte wegen seiner Immunität als Präsident bis Juni 2007 nicht juristisch belangt werden. Chiracs Anwalt, Jean Veil, sagte, man könne niemanden in einem solchen Fall – der schon Jahre andauere – vernehmen, ohne ihn anzuklagen. Das sei ein Fehler des Gerichts. In dem Fall geht um die Zeit, in der Chirac fast 20 Jahre lang bis 1995 Oberbürgermeister von Paris war. Damals beschäftigte die Stadt Hunderte von Scheinangestellten.