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Präsidentenwahl inm Libanon erneut verschoben

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Präsidentenwahl inm Libanon erneut verschoben

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In Beirut haben die Außenminister Frankreichs, Italiens und Spaniens die Abgeordneten des libanesischen Parlaments erneut aufgefordert, die politische Krise im Land zu beenden und einen neuen Präsidenten zu wählen. Die Wahl war ursprünglich für diesen Mittwoch vorgesehen. Parlamentspräsident Nabih Berri teilte mit, sie solle nun am Freitag stattfinden. Die Parteien im Libanon konnten sich bisher nicht auf einen Kandidaten für die Nachfolge des pro-syrischen Präsidenten Emile Lahoud einigen. Dessen Amtszeit endet am Samstag. Ein Politikwissenschaftler sagte, die beiden Lager verträten unterschiedliche Positionen. Sollten sie sich auf einen Kandidaten einigen, sei das eine Art “schizophrener” Kandidat, der verschiedene Standpunkte in sich vereinigen müsse. Es liege in der Natur der Sache, dass ein solcher Präsident nicht viel bewegen könne. Seine Rolle sei es, den Gegensatz zu verwalten und zu verhindern, dass im Libanon erneut ein Bürgerkrieg ausbreche. Die vom Westen unterstützte Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora wirft der einstigen Schutzmacht Syrien vor, hinter einer Serie von Politikermorden im Libanon zu stecken. Die islamistische Hisbollah drohte damit, einen Gegen-Präsidenten und eine zweite Regierung einzusetzen, sollte es keine Einigung geben.