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Venezuelas Präsident soll nicht in Kolumbien vermitteln

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Venezuelas Präsident soll nicht in Kolumbien vermitteln

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Der venezolanische Präsident Hugo Chavez wird nicht zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillabewegung FARC vermitteln. Auch wegen umstrittener Äußerungen bei seinem Besuch in Paris entzog ihm sein kolumbianischer Kollege das Vermittlungsmandat. Angehörige der von den Rebellen festgehaltenen früheren Präsidentschafts-kandidatin Ingrid Betancourt sprachen von einer dramatischen Entwicklung. Betancourts früherer Ehemann Fabrice Delloye erklärte, der kolumbianische Präsident sei ein extrem schwieriger Mann, der keine friedliche Lösung wolle.

Offiziell reagierte Uribe mit seiner Entscheidung auf direkte Kontakte von Chavez zum Militärchef Kolumbiens. Die FARC-Guerillas wollen Ingrid Betancourt und 44 weitere Geiseln gegen 500 inhaftierte Genossen austauschen. Betancourt war im Februar 2002 verschleppt worden; seit Mitte 2003 gibt es von ihr kein verlässliches Lebenszeichen mehr.