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Vorwürfe nach Tod der kleinen Lea-Sophie

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Vorwürfe nach Tod der kleinen Lea-Sophie

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In Deutschland ist ein fünfjähriges Mädchen nach monatelangem Leiden verhungert. Das ergab die Obduktion. Den Eltern der kleinen Lea-Sophie in Schwerin wird deshalb jetzt gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen; gegen beide hat die Staatsanwaltschaft Haftantrag gestellt. In der Kritik steht nun auch das Schweriner Jugendamt, das offenbar einem anonymen Hinweis vom Anfang des Monats nicht genügend nachging.

Andererseits habe die Behörde schon lange auf eigene Probleme aufmerksam gemacht, wie Überarbeitung und Geldmangel, sagt Verena Riemer vom Landeselternrat in Mecklenburg-Vorpommern: “Frau Seifert, die Jugendamtsleiterin, hat vor einem Jahr schon in einer Sitzung des kommunalen Sozialausschusses ganz klar gesagt: Ich kann nicht garantieren, dass wir in Schwerin nicht auch eines Tages ein totes Kind finden werden.”

Der Fall erinnert an den der kleinen Jessica aus Hamburg: Das Mädchen war 2005 tot aufgefunden worden, abgemagert und entkräftet. Die Eltern wurden zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt.

Vor gut einem Jahr wurde außerdem in Bremen der zweijährige Kevin tot entdeckt. Dieser Fall lag zwar anders, weil Kevin misshandelt und umgebracht worden war; er sorgte aber für Entsetzen, weil der Junge sogar unter der Vormundschaft des Jugendamts stand.