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Das belgische Parlament hat die Einheit des Landes bekräftigt

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Das belgische Parlament hat die Einheit des Landes bekräftigt

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Mehrheitlich erhoben sich die Abgeordneten gegen einen Antrag der radikalen Flamenpartei Vlaams Belang zur Spaltung des Königreichs. Einige flämische Abgeordnete enthielten sich, darunter auch Fraktionsmitglieder des designierten Regierungschefs Yves Leterme.

Das Votum sorgte dafür, dass die Initiative nicht im Ausschuss diskutiert wird. Erneut habe eine Geste verhindert werden können, die in die falsche Richtung ginge, so Didier Reynders, Vorsitzender der wallonischen Liberalen. Es sei normal, dass man nicht für einen Text stimme, der das Ende Belgiens vorsehe.

Reynders war in der gegenwärtigen Krise von König Albert dem Zweiten als Vermittler eingesetzt worden. Man habe eine neue Ohrfeige verhindert, so Yves Mayeur, Abgeordneter der französischsprachigen Sozialisten. Aber deshalb seien die entstandenen Wunden noch nicht verheilt.

Seit der Wahl im Juni ist Belgien ohne Regierung. Die Koalitionsverhandlungen scheiterten bislang an den verschiedenen Interessen der Sprachenregionen: Die Flamen wollen mehr Eigenständigkeit, die Wallonen fordern Solidarität ein. Am vergangenen Wochenende hatten in Brüssel rund 35.000 Menschen für die Einheit des Landes demonstriert.