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Der europäische Flugzeugbauer Airbus kommt erneut ins Trudeln

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus kommt erneut ins Trudeln

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Trotz Aufträgen in Rekordhöhe müsse das Unternehmen mit gewaltigen Verlusten rechnen, teilte Airbus Chef Thomas Enders mit. Schuld sei der immer stärkere Euro, der die Schmerzgrenze überschritten habe. Vor Betriebsräten in Hamburg kündigte Enders radikale Maßnahmen an.

Die Gewerkschaften kritisierten, dass bereits der Sanierungsplan Power Eight nur schleppend umgesetzt werde. Er sieht die Streichung von rund 10.000 Jobs vor. Dem Sparplan liegt ein Eurokurs von 1,35 Dollar zugrunde, mittlerweile steuert der Kurs aber auf 1,50 Dollar zu. Auch Deutschlands Regierungschefin Angela Merkel äußerte sich besorgt über den Höhenflug der Gemeinschaftswährung.

Flugzeuge werden international in Dollar abgerechnet. Im Gegensatz zum US-Konkurrenten Boeing fällt bei Airbus aber ein Großteil der Kosten in Euro an. Die Kapazitäten sind voll ausgelastet, doch Airbus braucht Milliarden, um Neuentwicklungen und die Verzögerung beim Riesenvogel A380 zu stemmen.