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Ehemalige britische Offiziere werfen Brown Vernachlässigung der Streitkräfte vor

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Ehemalige britische Offiziere werfen Brown Vernachlässigung der Streitkräfte vor

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Großbritanniens Premierminister Gordon Brown wehrt sich gegen Vorwürfe, nach denen er die Streitkräfte vernachlässigt und das Leben von Soldaten bei Auslandseinsätzen gefährdet. Im britischen Oberhaus warfen fünf ehemalige hochrangige Offiziere Brown vor, schon während seiner Zeit als Schatzkanzler zu wenig Haushaltsmittel für die Armee zur Verfügung gestellt zu haben.

Das Budget für die zwei Einsätze in Afghanistan und im Irak sei zu niedrig. Lord Michael Boyce warf Brown eine verzweifelte Finanzlage im Verteidigungsministerium vor. Dort fließe förmlich Blut auf dem Boden, weil man das Verteidigungsbudget derart zusammengestrichen habe. Die ehemaligen Offiziere machten Brown persönlich für den schlechten Zustand der Streitkräfte verantwortlich. Er sei der nachlässigste Schatzkanzler aller Zeiten im Hinblick auf das Verteidigungsministerium gewesen, sagte der ehemalige General Charles Guthrie. Brown sei wohl das einzige Kabinettsmitglied gewesen, dass sich nie vor Ort über die Sorgen des Ressorts informiert hätte. Verteidigungsminister Des Brown nahm seinen Chef in Schutz: Die Moral der Truppe sei gut, niemand habe dort das Gefühl, dass der Premierminister seine Soldaten verrate. Er sei erst kürzlich im Irak gewesen, und um den Einsatzwillen der Soldaten dort sei es bestens bestellt.