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Hugo Chavez fordert von FARC Lebenszeichen der Geiseln

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Hugo Chavez fordert von FARC Lebenszeichen der Geiseln

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Auch ohne Mandat setzt der venezolanische Präsident Hugo Chavez seine Vermittlung zur Befreiung der Geiseln der FARC fort. Er verlangte von Rebellenführer Manuel Marulanda ein Lebenszeichen der Gefangenen und wies Vorwürfe zurück, wonach er nur aus Imagegründen vermittle. So etwas habe er nicht nötig, sagte Chavez, und: “Ich warte, dass die FARC mir einen Beweis gibt, dass die Geiseln am Leben sind. Ich warte noch immer. Marulanda, schick’ die Gefangenen, schick’ sie zu mir. Vielleicht sind sie ja schon auf dem Weg durch den Dschungel…”

Am Donnerstag hatte der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe Chavez das Mandat für Vermittlungen mit der FARC entzogen. Chavez habe mit dem kolumbianischen Armeechef telefoniert, hieß es, und damit die Vereinbarung verletzt. Die linke Rebellengruppe FARC unter ihrem Anführer Manuel Marulanda hält rund 50 Politiker, Polizisten und Militärs fest. Chavez’ Vermittlungen laufen seit September, blieben bis jetzt aber ergebnislos. Die Opposition in Venezuela wirft Chavez seit Jahren vor, enge Kontakte zur FARC zu unterhalten.