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Machtwechsel in Australien: Labor-Vorsitzender Rudd gewinnt Parlamentswahlen

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Machtwechsel in Australien: Labor-Vorsitzender Rudd gewinnt Parlamentswahlen

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Der nächste australische Premierminister heißt Kevin Rudd, der Vorsitzende der Labor-Partei. Bei den Parlamentswahlen lag er nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen bei knapp 54 Prozent und erklärte sich umgehend zum Wahlsieger. Rudd hatte vor allem mit seinen Versprechen gepunktet, das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz zu ratifizieren und die australischen Soldaten aus dem Irak abzuziehen.

Damit plant er eine Abkehr vom betont amerikafreundlichen Kurs des bisherigen Premierministers John Howard, der seine Niederlage eingestehen musste. Nach elf Jahren an der Spitze der Regierung meinten viele Australier, Howard sei zu lang im Amt. Dennoch hatte sich Howard gegen Bestrebungen in seiner Partei gewehrt, mit Finanzminister Peter Costello als Spitzenkandidat in den Wahlkampf zu ziehen.

Auch die guten Wirtschaftsdaten konnten dem Premierminister nicht helfen: Die australische Bevölkerung will einen Machtwechsel. Mehr als 13 Millionen Menschen waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Da in Australien Wahlpflicht herrscht, fiel die Wahlbeteiligung entsprechend hoch aus.