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Parlamentswahl: Australien vor möglichem Machtwechsel

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Parlamentswahl: Australien vor möglichem Machtwechsel

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In Australien hat die Parlamentswahl begonnen. Gut 13 Millionen Bürger sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Und Umfragen deuten auf einen Machtwechsel auf dem Kontinent. Zwar kann die Regierung nach elf Jahren auf eine erfolgreiche Wirtschaftsbilanz verweisen, doch die Nähe zu US-Präsident Bush und der Krieg im Irak haben Premierminister John Howard Sympathien gekostet. Als Zugeständnis an Kritiker aus der eigenen Partei will er im Falle einer Wiederwahl seinen Posten später an Finanzminister Peter Costello abtreten.

In ihren Programmen unterscheiden sich Howard und sein Herausforderer, Labour-Führer Kevin Rudd, kaum. Im Wahlkampf sollen sie sogar dasselbe Baby geküsst haben. Bei gefüllten Kassen versprechen beide Steuersenkungen und Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Außerdem sind sie sich einig beim strikten Vorgehen gegen illegale Einwanderer und gesellschaftlichen Fragen, wie dem Verbot der Homo-Ehe. Allerdings hat Rudd für den Fall eines Wahlsiegs den Abzug der Soldaten aus dem Irak und die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz versprochen.

Mehr als vierzig Parteien treten zur Wahl an. In Australien herrscht Wahlpflicht, dementsprechend wird eine hohe Beteiligung erwartet.