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"Gedämpfte Hoffnung" vor Nahost-Konferenz in Annapolis

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"Gedämpfte Hoffnung" vor Nahost-Konferenz in Annapolis

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Vor dem offizellen Beginn der Nahost-Konferenz in Annapolis am Dienstag ist US-Präsident George W.Bush mit Israels Regierungschef Ehud Olmert zusammengetroffen. Er fühle sich «persönlich verpflichtet», seine Vision von zwei demokratischen Staaten umzusetzen, so Bush.

Sein Ziel ist, dass Palästinenser und Israel endlich
wieder direkte Friedensgespräche aufnehmen – und zwar direkt nach der Konferenz in Annapolis.

Bush und Olmert zeigten sich zu Beginn ihres Gespräches überzeugt, daß Frieden möglich sei und dankten für das internationale Engagement.

Nach heftigem Verhandlungsgeschehen vor und hinter den Kulissen wird auf dem Gipfeltreffen eine gemeinsame schriftliche Erklärung zu den härtesten Differenzen angepeilt: Jerusalem, Grenzverlauf, Sicherheit und palästinensische Flüchtlinge. Sicher ist noch nichts. Denn trotz wochenlanger Verhandlungen hatten sich Israelis und Palästinenser bis zu ihrem Abflug zur Friedenskonferenz in den USA nicht auf eine gemeinsame Grundlagenerklärung einigen können.

Aber in Interview zeigen sich viele Beteiligte erstaunlich konkret und bereit, auch bisher eisern totgeschwiegene Tabus anzusprechen wie etwa Landtausch.

Eine israelische Regierungssprecherin sagte: “Wir sind hoffnungsvoll, aber nicht optimistisch.”

Schon die Teilnehmerliste ist ein Erfolg. Neben den USA, Israel und den Palästinensern sind mehr als 40 Länder vertreten, darunter Syrien und Saudi-Arabien.

Später ist ein Treffen zwischen Bush und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geplant.