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Hamas droht vor Nahost-Konferenz von Annapolis

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Hamas droht vor Nahost-Konferenz von Annapolis

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Kurz vor der Nahost-Konferenz in den USA macht Ismail Hanija wieder auf sich aufmerksam – der abgesetzte Regierungschef der Palästinenser, der aber seit dem Sommer die Kontrolle über den Gazastreifen hat.

Hanija warnt die palästinenischen Vertreter bei der Konferenz vor Zugeständnissen. Zu dem Treffen in Annapolis bei Washington ist nur sein politischer Gegner eingeladen, der als gemäßigt geltende Palästinenserpräsident Machmud Abbas.

Hanija und seine Anhänger haben nun stattdessen eine Erklärung verabschiedet, die die Befreiung Palästinas verlangt, die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge nach Israel und keinerlei Zugeständnisse, was Jerusalem angeht.
Alles, was in Annapolis davon abweiche, sei für die Palästinenser nicht bindend, so Hanija.

Hanijas Partei, die radikalislamische Hamas, hat außerdem für die Zeit nach der Nahost-Konferenz mit Anschlägen gedroht. Israel hat inzwischen die Sicherheit verschärft, auch im palästinensischen Westjordanland, wo viele jüdische Siedler leben.

Vor allem die Zufahrten nach Jerusalem werden verstärkt kontrolliert, zusätzliche Straßensperren wurden eingerichtet. Die Sicherheitskräfte befürchten auch schon Anschläge während der Konferenz, die das Treffen zum Scheitern bringen sollen.