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Verhandlungen "der letzten Chance" für das Kosovo

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Verhandlungen "der letzten Chance" für das Kosovo

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Für das Kosovo beginnt die letzte Verhandlungsrunde. Der Misserfolg ist absehbar, dessen Folgen aber nicht. Wie der serbische Präsident Boris Tadic, sind am Morgen auch die politischen Führer der Kosovo-Albaner in Baden bei Wien eingetroffen. Der für die EU sprechende Verhandlungsleiter, Wolfgang Ischinger, sagte, dass er die Konferenz als “letzten Versuch” betrachte, eine für beide Seiten akzeptable Lösung des Kosovo-Konflikts zu finden.

Doch schon bevor in dem Badener Hotel die eigentlichen Verhandlungen begannen, prallten bereits die entgegengesetzten Meinungen aufeinander. Hashim Thaçi, der designierte Regierungschef des Kosovo, forderte erneut die Unabhängigkeit – die serbische Seite wiederholte, dass dies nicht in Frage komme.

In Prishtina bereitet man sich unterdessen darauf vor, einseitig die Unabhängigkeit zu erklären, wenn am 10. Dezember des Verhandlungsmandats der Kosovo-Troika abgelaufen ist. Um diese Hypothese zumindest herauszuzögern, hat Russland, dass Serbien unterstützt, bereits eine Verlängerung der Verhandlungen gefordert.