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Gottesfrevel mit Kuscheltier

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Gottesfrevel mit Kuscheltier

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Im Sudan ist eine Lehrerin festgenommen worden – weil Kinder ihrer Schule einen Teddybären “Mohammed” genannt hatten. Gillian Gibbons aus Liverpool arbeitete erst seit Beginn dieses Schuljahrs für die private “Unity High School” in der Hauptstadt Khartum. Offenbar wird nun wegen Beleidigung des Islam gegen sie ermittelt. Die Kinder in ihrer Schule hatten dem Klassenmaskottchen ihren Lieblingsnamen gegeben – den des Propheten. Für den örtliche Imam, Salah Alden Ahmmed, ein Mangel an Respekt: “Der Islam achtet die Freiheit und gibt den Menschen Raum, ihre Meinung zu äussern. Aber dafür verlangen wir von Andersgläubigen auch, dass sie unsere Meinung respektieren, und uns anständig behandeln!”

Unklar ist, ob Anklage gegen die 54-jährige erhoben wird. Sollte es so weit kommen, könnte das Strafmaß bis zu sechs Monate Haft, 40 Peitschenhiebe oder eine Geldstrafe sein. Die Leitug ihrer Schule teilte mit, dass sie bis Januar die Tore schließen werde – aus Angst vor Angriffen aufgebrachter Gläubiger.