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Griechische Journalisten aus Protest gegen Reform der Rentenkassen im Streik

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Griechische Journalisten aus Protest gegen Reform der Rentenkassen im Streik

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In Griechenland sind die Journalisten in einen landesweiten Streik getreten. Im Zentrum von Athen versammelten sich Tausende Reporter, Fotografen und Mitarbeiter von Internetseiten zur größten Journalistendemonstration seit 30 Jahren.

Sie protestierten gegen eine von der konservativen Regierung geplante Reform der Rentenkassen.
“Nach dem aktuellen Schema kann ich in 13 Jahren in Rente gehen, nach dem neuen in 25 Jahren – das ist nicht akzeptabel”, sagte ein Demonstrant.

Zu den Eckpunkten der Reform gehört eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie Anreize, um länger beschäftigt zu bleiben. Besonders umstritten ist der Zusammenschluss von Rentenkassen. Dabei sollen Gelder von Journalisten-Rentenkassen, die schwarze Zahlen schreiben, an defizitäre Rentenkassen anderer Bereiche fließen.

Dies lehnen die Journalisten ab und werfen der Regierung von Ministerpräsident Kostas Karamanlis vor, mit solchen Maßnahmen am Ende alle Rentenkassen ins Defizit zu treiben. In Griechenland sind rund drei Viertel aller Rentenkassen defizitär und werden vom Staatshaushalt unterstützt.