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Israel und Palästinenser wollen Friedensvertrag

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Israel und Palästinenser wollen Friedensvertrag

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In den USA hat die internationale Konferenz zur Zukunft des Nahen Ostens begonnen. Mehr als vierzig Staaten und Staatengruppen nehmen an dem Treffen in Annapolis bei Washington teil. Die Konferenz soll vor allem das künftige Verhältnis zwischen Israel und den Palästinensern regeln.

Bush kündigte an, beide Seiten wollten sofort neue Verhandlungen aufnehmen. Ziel sei ein Friedensvertrag, der ohne Ausnahme alle offenen Fragen löse. Jeder Versuch werde unternommen, einen solchen Vertrag bis Ende 2008 zu schließen.

Das wäre unmittelbar vor Ende von Bushs Amtszeit.
Optimistisch gaben sich auch die beiden anderen Hauptredner bei der Eröffnung der Konferenz. Palästinenserpräsident Machmud Abbas bestätigte den sofortigen Verhandlungsbeginn und rief zur
Hoffnung auf. Die ganze Welt wolle jetzt helfen, die langen Jahre der Besatzung und des Leidens zu beenden.

Und auch der israelische Regierungschef Ehud Olmert versprach, sein Land wolle Frieden. Man wolle ein Ende von Hass und Schrecken. Dafür sei man zu schmerzhaften Zugeständnissen bereit und werde auch Risiken eingehen.

Das Vorhaben ist ehrgeizig; die Probleme, über die zwischen Israel und Palästinensern nun verhandelt werden sollen, waren zuvor jahrzehntelang unlösbar. Allerdings sitzen in Annapolis so viele Länder wie nie zuvor an einem Tisch; darunter Staaten wie Syrien und Saudiarabien, die zu Israel normalerweise gar keine Beziehungen unterhalten.