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Jerusalem - das große Streitobjekt

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Jerusalem - das große Streitobjekt

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Dies ist einer der Konfliktpunkte: Jerusalem.
Heilige Stadt für drei Religionen.
Vor 7 Jahren war der Gipfel von Camp David am Streit um Jerusalem gescheitert

Obwohl Israel 1980 auch den Ostteil formell zum Teil seines Staates und damit seiner Hauptstadt erklärte, unterhält heute kein einziger Staat dort eine Botschaft.

Wo die Grenzen von 1967 – also vor dem Sechs-Tage-Krieg – verlaufen, kann man so deutlich nur noch an der “Straße Nummer 1” erkennen, die nördlich an der von den Palästinensern beanspruchten Altstadt entlangführt.

Bis 1967 war hier am “Mandelbaum-Tor” die Grenz-Kontrollstelle zwischen Jordanien und Israel.
Dann stürmte die israelische Armee die Altstadt von Jerusalem mit dem symbolisch für Juden so sehr bedeutsamen Ziel: Juden sollten wieder an der Klagemauer beten können.

Die Vereinten Nationen haben haben diese Annektion durch Israel nie anerkannt.
Sie stehen immer noch zu ihrem “UN-Teilungsplan”, der als Resolution 281 im November 1947 vorgeschlagen wurde.

Juden, die heute im schon seit 1948 israelischen Westen von Jerusalem leben, sind nicht gegen Verhandlungen, sagt Schlomo Jirmijahu.
“Wenn Amerika oder Abu Mazen uns hier versprechen, dass sie die Juden nicht belästigen werden, dann ist das für uns OK. Dann wäre Schluß mit all den Unruhen. Israel sollte sich also bewegen, damit wir Frieden bekommen, so Gott will.”

Nun ist Jerusalem aber eben nicht nur die Heimat von Juden – sondern hier leben auch 240.000 Palästinenser. Sie fühlen sich in ihrem Alltag oft von der Besatzungsmacht diskriminiert.
Und dennoch hört man auch hier den Wunsch nach einer friedlichen Lösung.

Der Palästinenser Jakoob Arrajabi lebt im Ostteil von Jerusalem.
Er sieht keinen Sinn in einer geteilten Herrschaft über Jerusalem, weil doch am Ende diese zwei Völker bleiben, die Israelis und die Palästinenser, die in Harmonie miteinander leben können, wodurch das Leben besser würde.

Nur haben leider gerade die israelische Politiker begonnen, durch eine völkerrechtlich umstrittene Mauer noch mehr zu trennen – nun auch Jerusalem vom Westjordanland