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Spendenaffäre bringt Labour-Partei ins Umfragetal

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Spendenaffäre bringt Labour-Partei ins Umfragetal

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Die britische Regierung ist mit einer Spendenaffäre. konfrontiert. Parteispenden in Höhe von rund 835 000 Euro an die Labour-Partei seien “gesetzeswidrig” gewesen, räumte
Premierminister Gordon Brown ein. Das Geld werde zurückgezahlt.

Der Generalsekretär der Regierungspartei,
Peter Watts, war zurückgetreten, als sich die Gerüchte bewahrheiteten. Er hatte zugegeben, von
den Spenden gewusst zu haben.

Brown räumte Fehler ein. Ein Prüfverfahren werde eingeleitet. Er selbst habe erst am vergangenen Wochenende von der Spende erfahren.

Gordon Brown: “Zuallererst will ich sagen, daß das was passiert ist – also politische Spenden, die nicht ordnungsgemäß angemeldet wurden – ist vollständig unakzeptabel. Keiner kann das wie auch immer rechtfertigen. Das darf nie wieder passieren.”

Der Geschäftsmann David Abrahams hatte der Partei das Geld über Mittelmänner zukommen
lassen und damit gegen Parteispenden-Vorschriften verstoßen.

Auch Harriet Harman, unter anderem Ministerin für Gleichberechtigung, hatte Geld genommen – in gutem Glauben, wie sie versichert.

Durch den Spendenskandal ist die Labour-Partei in der Wählermeinung auf einem Tiefpunkt angelangt.
In der vergangenen Woche hatte bereits eine Datenpanne das Ansehen der Partei beschädigt.
Aus der Steuerbehörde waren CDs mit den persönlichen Daten von 25 Millionen Briten
verschwunden.