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Französische Regierung schickt nach Krawallen Hunderte Polizisten in Pariser Vororte

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Französische Regierung schickt nach Krawallen Hunderte Polizisten in Pariser Vororte

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Nach den schweren Ausschreitungen der vorhergehenden Tage hat sich die Lage in den Pariser Vorstädten am Dienstag weitgehend beruhigt. Die Regierung verstärkte die Polizeipräsenz. Rund 1000 Polizisten waren in der Region um Paris im Einsatz. Tatsächlich blieben Krawalle weitgehend aus. Allerdings steckten Jugendliche in Toulouse eine Bibliothek in Brand und nahe Paris gingen erneut einige Autos in Flammen auf.

Premierminister Francois Fillon und Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie besuchten den Pariser Vorort Villiers-le-Bel, wo die Unruhen ihren Ausgang genommen hatten. Präsident Nicolas Sarkozy setzte für heute vormittag ein Krisentreffen mit mehreren Ministern an. “Ich bin hier, um die Polizei zu unterstützen”, sagte Fillon, “ebenso wie die Feuerwehr, die Ärzte, all jene, die unter diesen schwierigen Umständen mithelfen, dass in den betroffenen Orten wieder Ruhe einkehrt. Sie brauchen Unterstützung, sie müssen wissen, dass die Regierung entschlossen ist, alles zu tun, um Ruhe und Ordnung schnellstmöglich wieder herzustellen.”

Auslöser der schweren Krawalle war der Tod zweier Teenager bei einem Verkehrsunfall mit einem Streifenwagen. Aufgebrachte Jugendliche lieferten sich daraufhin mehrere Nächte lang erbitterte Kämpfe mit der Polizei und setzen dabei – im Gegensatz zu den Unruhen vor zwei Jahren – auch Schusswaffen ein. Mehr als 70 Polizisten wurden verletzt. Viele von ihnen wagten nicht einmal, in eine Klinik zu gehen, da sie befürchteten, dort von ebenfalls verletzten Randalierern erneut angegriffen zu werden.