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Nahost-Konferenz in Annapolis ebnet Weg für Friedenslösung im kommenden Jahr

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Nahost-Konferenz in Annapolis ebnet Weg für Friedenslösung im kommenden Jahr

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Entspannt wirkten US-Präsident George W. Bush, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Israels Regierungschef Ehud Olmert nach Abschluss der Beratungen: Bei der Nahost-Konferenz in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland hatten die Konfliktparteien vereinbart, im Dezember neue Friedensverhandlungen aufzunehmen – die ersten seit sieben Jahren. US-Außenministerin Condoleezza Rice zeigte sich zufrieden. “Diese Konferenz markiert den Anfang einer neuen Anstrengung für den Frieden im Nahen Osten”, sagte sie zum Abschluss des eintägigen Treffens. “Dieser Weg wird hart und risikoreich und er wird Opfer von allen Beteiligten fordern. Aber die Ereignisse dieses Tages haben eindeutig gezeigt, dass die Internationale Gemeinschaft diesen Weg rückhaltlos unterstützen wird.”

Die ersten Schwierigkeiten sind freilich bereits aufgetaucht: Syrien bekräftigte, Israel müsse sich erst aus den Golanhöhen zurückziehen, bevor Damaskus die Beziehungen zu Jerusalem normalisieren könne. Und auch in Israel sind nicht alle zufrieden. An der Klagemauer protestierten Tausende orthodoxe Juden gegen die Nahostkonkerenz. Ihre Argumentation: Ehud Olmert repräsentiere nicht das jüdische Volk. Dennoch scheint eine Friedenslösung so nah wie seit Jahren nicht. Bis Ende 2008 soll eine Zwei-Staaten-Lösung vorliegen. Am Mittwoch kommen Abbas, Olmert und Bush in Washington zu einem Dreiergespräch zusammen.