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Verhärtete Fronten im Kosovo-Konflikt: Beide Seiten lehnen Kompromisse weiterhin ab


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Verhärtete Fronten im Kosovo-Konflikt: Beide Seiten lehnen Kompromisse weiterhin ab

Die Kosovo-Verhandlungen im österreichischen Baden bei Wien sind wieder ergebnislos verlaufen. Am letzten Tag der Gespräche unter Vermittlung der EU, Russlands und der USA gingen weder die Vertreter Serbiens noch des Kosovos von ihren Forderungen ab. Der zuständige serbische Minister Slobodan Samardzic sagte: “Wir tun, was jedes andere Land in unserer Situation auch täte, wenn sein Territorium in Gefahr wäre.” Der designierte Ministerpräsident des Kosovo Hashim Thaci zeigte sich ebenfalls hart: “Wir können mit Serbien noch hundert Jahre diskutieren. Aber einen Kompromiss in der Statusfrage wird es nicht geben. Das Kosovo wird ein eigener Staat und zwar auf friedlichem Weg. Es wird keinen Krieg, kein Töten, keine Krise in der Region geben.”

Die Kosovo-albanischen Vertreter bekräftigten in Baden, noch in diesem Jahr die Unabhängigkeit ausrufen zu wollen. Belgrad warnte, in diesem Fall werde es unweigerlich zu einer Reaktion Serbiens kommen. Die Unterhändler der EU, Russlands und der USA hatten am Montag einen letzten Versuch begonnen, die verfeindeten Parteien doch noch zu einem Kompromiss zu bewegen. Beide Seiten wollen am Mittwoch in Baden noch einmal ihre Standpunkte öffentlich machen. In Wien wird die UN-Troika eine Erklärung abgeben.

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