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Neues Lebenszeichen von Ingrid Betancourt

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Neues Lebenszeichen von Ingrid Betancourt

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Von der in Kolmbien entführten früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt ist ein neues Lebenszeichen aufgetaucht. Die Regierung präsentierte mehrere Videos, die Betancourt und weitere Geiseln zeigen, darunter auch drei US-Amerikaner. Teile der Aufnahmen sollen erst wenige Wochen alt sein. Es ist das erste Lebenszeichen Betancourts seit mehr als vier Jahren.

Die Videos seien bei einem Militärschlag gegen die kolumbianischen FARC-Rebellen sichergestellt worden, teilte der kolumbianische Unterhändler Luis Carlos Restrepo mit. Erst vergangene Woche hatte die Regierung Venezuelas Staatspräsidenten Hugo Chavez von einem Vermittlungsmandat mit den FARC entbunden. Chavez kündigte daraufhin den Abbruch der diplomatischen Beziehungen an.

Betancourt, die auch die französische Staatsbürgerschaft hat, war im Februar 2002 im Präsidentschaftswahlkampf entführt worden. Die marxistische Rebellengruppe hat seit den sechziger Jahren tausende Menschen verschleppt. Gegenwärtig hält sich unter anderem etwa 50 politische Geiseln, mit denen sie inhaftierte Gesinnungsgenossen freipressen will.

Betancourt wirkt auf den Bildern sichtlich abgemagert. Dennoch zeigte sich ihr Sohn, Lorenzo, erleichtert über das neue Lebenszeichen. Das französische Außenministerium wolle die Aufnahmen jetzt untersuchen, teilte Außenminister Bernard Kouchner mit. Frankreich hoffe weiter auf eine humanitäre Lösung des Konflikts in Kolumbien und die Freilassung aller Geiseln, so Kouchner.