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Verkehrstreik in Italien: "schwarzer Freitag" erwartet

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Verkehrstreik in Italien: "schwarzer Freitag" erwartet

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Die Absperrgitter in den meisten U-Bahnstationen Italiens bleiben heute unten und nicht nur die: Die Gewerkschaften haben zu einem achtstündigen Streik im öffentlichen Verkehr aufgerufen. Es könnte einer der Meistbefolgtesten der letzten Jahre werden. Züge, Straßenbahnen aber auch viele Flugzeuge der Alitalia werden stillstehen. Der Ausstand richtet sich gegen Finanzkürzungen für das kommende Jahr. Auch ein letztes Gespräch zwischen Arbeitnehmervertretern und Transportminister Alessandro Bianchi brachte keinerlei Annäherung.

Die Italiener bereiten sich derweil auf einen “schwarzen Freitag” vor – und die Meinungen darüber gehen auseinander: “Nur Probleme für die Bevölkerung”, urteilt Mailänder, der auf seinen Zug wartet, der Streik sei nicht gerecht. “Natürlich gibt es Unannehmlichkeiten”, erwidert eine Passantin, aber anders würden sich die Dinge nun einmal nicht bewegen. Immerhin: die Taxifahrer in Rom haben sich nach zwei Tagen Großangelegter Straßenblockaden zu Verhandlungen bereit erklärt – obwohl Bürgermeister Walter Veltroni nach wie vor 500 zusätzliche Taxi-Lizenzen ausgeben will.