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Bestürzte Reaktionen auf Attentat in Frankreich

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Bestürzte Reaktionen auf Attentat in Frankreich

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Spaniens Ministerpäsident José Luis Rodriguez Zapatero reagierte bestürzt auf den tödlichen Anschlag. Zapatero sagte in Madrid, die Regierung werde weiter mit allen Mitteln gegen den Terrorismus und seine Unterstützer kämpfen und die Verantwortlichen finden. Nichts könne den Verlust wieder gutmachen, so Zapatero, aber er verspreche Angehörigen und Freunden, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen würden. Der Regierungschaf sagte nach dem Anschlag seine Teilnahme an einer Feier seiner sozialistischen Partei ab.

Die Innenminister Spaniens und Frankreichs erfuhren im deutschen Werder an der Havel von dem Attentat. Ihr Amtskollege Wolfgang Schäuble hatte dort zu einer Terrorismus-Tagung geladen.

Bei dem Einsatz der spanischen Beamten jenseits der Grenze habe es sich um eine übliche Aktion gegen mutmaßliche ETA-Mitglieder gehandelt, die sich in Frankreich versteckten oder Anschläge vorbereiteten, sagte die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie; die spanische und die französische Polizei würden eng zusammenarbeiten. Alliot-Marie forderte außerdem, die Vorbereitung von Anschlägen in allen EU-Staaten unter Strafe zu stellen.

Erst gestern war bekannt geworden, dass ein spanisches Gericht Haftstrafen gegen mehr als 40 Verdächtige aus dem Umfeld der ETA erlassen hatte. Die ETA hatte daraufhin Vergeltung geschworen.