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Türkische Armee geht angeblich im Nord-Irak gegen PKK-Rebellen vor

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Türkische Armee geht angeblich im Nord-Irak gegen PKK-Rebellen vor

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Die türkische Armee ist im Nord-Irak gegen Rebellen der “Arbeiterpartei Kurdistans” (PKK) vorgegangen. Nach Angaben des Militärs handelte es sich um eine gezielte und begrenzte Aktion. Die Soldaten hätten eine Gruppe von rund 50 PKK-Kämpfer verfolgt. Dabei seien auch Artillerie und Helikopter eingesetzt worden. Auf Seiten der Rebellen habe es starke Verluste gegeben. Die türkische Armee hat in der Region rund 100.000 Soldaten zusammengezogen.

Die Regierung der autonomen, irakischen Provinz Kurdistan wies die türkische Darstellung zurück. Es habe keinen Vorstoß auf nord-irakisches Territorium gegeben. Die Regierung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte erst gestern grünes Licht für die Aktion gegeben. Die USA warnten die Türkei vor einer Invasion. Sie befürchten, dass es auch im bisher friedlichsten Teil des Irak zu Unruhen kommen könnte.

Der Nord-Irak ist Rückzugsgebiet für mehrere tausend PKK-Kämpfer. Seit 1984, als die Kurden den bewaffneten Kampf gegen die türkische Armee aufnahmen, wurden in dem Konflikt mehr als 33.000 Menschen getötet. Die Regierung in Ankara wies mehrere Waffenstillstandsangebote der PKK zurück.