Eilmeldung

Eilmeldung

TV-Spot soll Einwanderer abschrecken

Sie lesen gerade:

TV-Spot soll Einwanderer abschrecken

Schriftgrösse Aa Aa

Mit einer ungewöhnlichen Kampagne will die Schweiz die Zahl der Asylsuchenden eindämmen. Ein TV-Spot zeigt mögliche Konsequenzen einer Flucht aus Afrika: Illegalität, Armut, Obdachlosigkeit. Ausgestrahlt wurde der Film bereits in Kamerun und Nigeria, unter anderem in der Halbzeitpause eines Fussball-Freundschaftspiels.

Die Idee stammt von Eduard Gnesa, Direktor des Schweizer Bundesamts für Migration. Weil viele Antragsteller keine Asylgründe vorbringen könnten, landeten sie oft in der Illegalität; davor wolle man sie bewahren, so Gnesa, der sich auch vorstellen kann, ähnliche Maßnahmen auch in anderen afrikanischen Ländern zu starten.

Bezahlt wird die Kampagne aus dem Etat des umstrittenen Schweizer Bundesrates Christoph Blocher. Sie wird mit Radiospots und Plakaten unterstützt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration in Genf belaufen sich die Kosten auf gut 100.000 Euro. Mit Beginn dieses Jahres hat die Schweiz ihr Asylrecht verschärft. Von den gut 10,000 Antragstellern im vergangenen Jahr erhielt nur jeder Fünfte Asyl.